youngchina in Heidelberg

Öffnungszeiten
Zeughaus im Marstallhof
Heidelberg

Mo-Sa, 11.30-1.00 Uhr

Außerdem anlässlich der Veran-
staltung "Stadt an den Fluss"
Sonntag, 8 Juni ganztägig
Führung 11.00 und 15.00 Uhr

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youngchina

Fünf Maler aus der Meisterklasse von Hong Yi
Veranstaltet vom Studentenwerk Heidelberg mit Loft 224
Ausstellung 5. April - 31. Juli 2008

Führungen jeweils am ersten Samstag eines Monats um 15.00 Uhr.

Vier Monate lang wird das ehemalige Zeughaus in Heidelberg Werke aus der Meisterklasse der Fakultät Art and Communication der Jiaotong Universität in Chengdu beherbergen.

Die Millionenstadt Chengdu ist die Hauptstadt der Provinz Sichuan.

Die jungen Maler, deren Arbeiten im Zeughaus präsentiert werden, sind Kinder einer Generation, die den wirtschaftlichen Aufstieg der 80er Jahre getragen haben - Bauern, die in die Stadt kamen, Wanderarbeiter. Dr. Gabriele Kiesewetter von der Universität Mainz, die Kuratorin der Ausstellung, hatte während eines Aufenthalts an der Hochschule in Chengdu Gelegenheit, die Künstler in ihren Ateliers zu besuchen und über ihre Arbeit und Motive zu diskutieren.

Die chinesische Kunst hat in den letzten Jahren wegen ihrer hohen Qualität eine wachsende internationale Anerkennung gefunden. Dabei sind die Gemälde der jungen Künstler von einer ausgeprägten Individualität, die für die Zukunft der jungen Talente zu großen Hoffnungen Anlass gibt. Ihre Malweise folgt nicht dem hinlänglich bekannten "China-Pop" der 80er und 90er Jahre oder dem Trend einer vordringlich auf Objektkunst, Environments oder Videokunst orientierenden Kunstäußerung. Vielmehr zeigen sie Reaktionen auf individuelle Erfahrungen in ihrer Umwelt, wobei sich realistische Elemente mit traditionellen Grundzügen mischen.

Das Motiv des Plakats für die Ausstellung, der "Mann auf dem Kopf", heißt auch, dass man die Welt aus einer neuen Perspektive sieht. So erscheinen beispielsweise Menschen und Landschaften zerbrechlich wie gebrannte Tongefäße. Das traditionelle Rollbild bildet den Hintergrund für ein Graffiti. Erotische Motive, in der chinesischen Gesellschaft lange Zeit tabuisiert, brechen auf. Das Leben in den Metropolen spielt sich ab zwischen Werkstatt, Mietshaus und Bürohochhaus; Hunde in den Straßen sind Zeichen für Suche und Kindheit. Öffentliche Verkehrsmittel und Autos haben die Fahrräder längst verdrängt.

Für die Studenten verbindet sich mit dieser Ausstellung ihre erste Reise in den Westen, die sie mit Originalen westlicher Kunst in Kontakt bringen wird. Ihre eigenen Bilder aber bringen ein Stück China nach Deutschland, das sich von so manchem Klischee über dieses Land abhebt.